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Wege der Freiheit |
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von Jens Jüttner |
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Der Roman Geistertanz erzählt die
Selbstfindungskrise eines jungen "Halbblutes" in einem Amerika einer nicht
allzu fernen Zukunft. Doch seine Sehnsucht nach dem Authentischen stürzt
ihn unvermutet in den Strudel einer Verfolgungsjagd, der er nur mit
knapper Not entkommt.
Eine groteske Odyssee, die
eine Welt als Netzwerk kommerzialisierter Manipulationen offenlegt, die
nur willenlose Mitspieler
– Metamenschen
– zulässt
und Freiheit nur
als Selbstbetrug anerkennt.
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Jens
Jüttner, geboren 1976 in Düsseldorf als Sohn eines Literaturprofessors,
entdeckte schon früh seine Leidenschaft für Bücher. Neben seiner Arbeit
als Jurist widmet er sich weiterhin in seiner Freizeit der Literatur und
dem kreativen Schreiben. Mit seinem ersten Roman Geistertanz ist
ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen. |
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Diese Geschichte
spricht mich an, 29. Februar 2008
Es sind wenige Wochen nur aus dem Leben
eines Studenten, der ausgerechnet im Abschlussexamen sein Studium
schmeißt. Damit schlägt er alle Karrierehoffnungen bei der von seinem
Vater ausgesuchten Firma in den Wind ohne benennbaren Grund, nur in der
vagen Hoffnung auf ein Mehr an Freiheit. Dabei gerät er ungewollt, aber
durch eigenes Zutun in das Fahndungsnetz seines Konzerns, der auf
experimentelle Software zur Manipulation des Bewusstseins spezialisiert
ist.
Die Anlage der Handlung ist absurd: Je mehr er unternimmt, den
Nachstellungen des Konzerns zu entkommen, umso sicherer gerät er in dessen
Fänge. Aber je mehr er zum Gefangenen wird, umso klarer wird sein
Entschluss, zu gehen. Dennoch ist Shawn kein zorniger, eher ein
schüchterner junger Mann, voll namenloser Ängste. Ein Weg ohne Wut mithin,
aber von traumwandlerischer Entschlossenheit, dem Leben eine neue Chance
zu geben.
Geschrieben ist dieser Selbstfindungsprozess ohne Pathos, aber mit viel
Humor. Auf mich wirkt dieser Roman wie eine heitere Groteske, aber mit
Tiefgang.
Klaus Kern
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Packende und
beklemmende Zukunftsvision,
22. Juli 2008
Mit seinem
Erstlingswerk "Geistertanz" ist Jens Jüttner ein facettenreicher Roman
gelungen, der gleichermaßen packend und tiefschürfend ist.
Der schnelle Leser wird sein Vergnügen haben an der hervorragend
aufgebauten Geschichte, die einen nicht mehr loslässt wie ein guter Krimi.
Der Aufbau der Charaktere, das routinierte Spiel mit unterschiedlichen
Handlungssträngen und Zeitebenen zeugt von großer erzählerischer Reife und
handwerklicher Fertigkeit. Damit sticht dieses Buch sehr deutlich aus der
großen Menge bescheiden geschriebener Science-Fiction-Romane heraus.
Der etwas nachdenklichere Leser hingegen wird das Buch häufig zur Seite
legen, um die komplexen Zukunftsvisionen auf sich wirken zu lassen. Jens
Jüttner verbindet die großen Themen unserer Zeit
– von Biotechnik bis Vernetzung,
von Kommerzialisierung bis totalitärer Überwachung
– zu einer beklemmenden neuen
Welt orwell'scher Anmutung. Big brother, hier ein allmächtiger
Wirtschaftskonzern, der mit virtuellen Realitäten und Biotechnik
experimentiert, beobachtet und kontrolliert das Leben des zerrissenen
Protagonisten vollständig und reagiert gnadenlos, als dieser einen Blick
hinter die Kulissen zu werfen versucht. Im Strudel der Ereignisse
verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Illusion zusehends - und
zurück bleibt die bange Frage, ob Wahrheit wirklich mehr ist als nur eine
populäre Erzählung.
Stephan Claus
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